Noch ist der erste Reisebericht gar nicht so lange her, schon gibt es von einer weiteren Reise zu erzählen.
Unsere letztjährigen „Reiseneulinge“ Alfred und Ingrid waren von Andros (und unseren Katzen natürlich!) so angetan, dass sie für dieses Jahr gleich noch einmal buchten!
Diesmal zwar nicht zeitgleich mit Maries Eltern, aber sie brauchten nun auch keine erfahrene Reisebegleitung mehr an ihrer Seite.
So bestiegen die beiden am letzten Apriltag bei sonnigem Wetter ein Flugzeug Richtung Athen, für das mitten in turbulenten Zeiten genügend Kerosin vorhanden war (und dasselbe für den Rückflug hoffend).
Der Flug verlief zwar fast pünktlich, aber die Fahrt zum Hotel verbrachten beide in einem zweistündigen Feierabendstau, da viele die Abkürzung über den „Hinterausgang“ des Flughafengeländes kennen – und das Wetter war außerdem so gar nicht südländisch schön! Doch das inzwischen auch Euch bekannte Zitronentörtchen besänftigte die Reisegemüter.


Ein Tag in Attika
Da die Fähre erst für den nächsten Tag gebucht war, erkundeten Alfred und Ingrid heute Attika, die Region mit und um Athen herum. Doch lassen wir ab jetzt Alfred, den Reiseleiter der Zwei-Personen-Reisegruppe selbst berichten:
Heute hatte ich geplant, eine kleine Rundtour in Attika zu unternehmen. Morgens ging’s direkt los mit einem Spaziergang zu einer kleinen Kapelle, oberhalb des Hafens auf dem Felssporn gelegen.
Ein typischer Vorgarten.

Keine typisch griechische Architektur.

Vom Fang zurück.

Eine Hochzeitskapelle mit traumhaftem Blick auf die Ägäis. Wenn das Wetter mitspielt.
Wir hatten leider 14 Grad, Sturm und wurden natürlich an unsere letzte Androsreise erinnert.
Aber davon haben wir uns nicht abhalten lassen und sind von Rafina aus in den Süden von Attika gefahren, zum Kap Sounion. Natürlich hatte meine Planung einen Haken. Am 1. Mai sind viele Geschäfte und öffentliche Einrichtungen geschlossen. Aber gut, so brauchten wir am Poseidon-Tempel nicht über die alten Steine mit tausenden anderen Touristen zu klettern.
Den Tempel konnten wir auch aus der Ferne recht ausgiebig bewundern. Wie mag der Tempel vor 2.500 Jahren ausgesehen haben? Eine ganz besondere, fantastische Lage weit oberhalb des Meeres am äußersten Südzipfel der Halbinsel.

Chukar-Huhn mit Küken am Tempel.

Ein schwarzer Kater ist uns dort auch über den Weg gelaufen. Auge und Hinterbein etwas lädiert, aber ansonsten in einem guten Zustand (vermutlich wegen der vielen katzenfreundlichen Touristen). Unsere Leckereien hat er jedenfalls zutraulich und gerne angenommen.

Weiter ging unsere Reise zu einem Kloster des heiligen Apostel Paulus. Wir waren zur Mittagszeit dort und hatten dreifaches Glück.
Erstens konnten wir uns vier Theologiestudenten anschließen und trotz der Mittagsruhe das Kloster besuchen.
In der reich ausgestatteten Kapelle wurden wir zweitens Zeuge des byzantinischen Chorals der Studenten – ein aussergewöhnlicher und emotional beeindruckender Gesang der 4 jungen Männer!
Das dritte Glück war dann die Begrüßung und Führung durch eine deutsche Schwester, die dort seit über 35 Jahren in der Gemeinschaft lebt.

Insgesamt ein ganz besonderes und völlig unerwartetes Erlebnis in der Einsamkeit der attischen Halbinsel, fernab vom Tourismus.
Jetzt im Hotel pfeift immer noch der Sturm, und wir sind gespannt auf die Überfahrt und die nächsten Tage auf unserer Insel.

Die Überfahrt
Der Blick aus dem Hotelfenster heute morgen hatte uns doch etwas skeptisch werden lassen. Nach einem ausgiebigen und gemütlichen Frühstück ging es fast schon traditionell zum Lidl. Es gab noch ein paar Dosen von dem auf Andros geliebten Coshida-Blau, die wir dann direkt in den Einkaufswagen beförderten.

Nach der Rückkehr ins Hotel wurde immer wieder der Wetterbericht abgerufen und langsam zeigte sich, dass bis zu unserer Abfahrt am Abend der Sturm nachlassen wird. Die Wartezeit konnten wir angenehm mit einem Bummel durch die Straßen von Rafina verbringen.
An der Hochzeitskapelle auf dem Felssporn über dem Hafen schien uns schon eine zutrauliche Fellnase zu erwarten. Jedenfalls war das ein ausgezeichneter Platz, um von den Besuchern der Kapelle einige Streicheleien zu erhalten. Wer kann schon unachtsam an diesem süßen Fellknäuel vorbeigehen!
Ein paar Straßen weiter trafen wir dann auf eine größere Katzengruppe. Alle zufrieden, wohlgenährt und ohne sichtbare Blessuren. Offensichtlich handelte es sich um eine gut besuchte Futterstelle. Zum größten Teil waren die dortigen Katzen auch kastriert.
Auf dem kurzen Rückweg zum Hotel kamen wir an sicher fünf Bäckereien und Konditoreien vorbei; wir benötigten ja noch etwas Proviant für die Überfahrt.
Immer wieder erstaunlich ist das Puzzlespiel, dass die Besatzung der Fähre erfolgreich mit LKW, Auflieger, PKW und zwischendurch auch Fußgängern veranstalten.
Anmerkung der Redaktion: Natürlich wurden die Reisenden aus der Ferne sowohl beim Ablegen in Rafina…
… als auch bei der Ankunft in Gavrio beobachtet.

Doch weiter im Text, den Alfred uns täglich zukommen ließ:
Nach einer eher unruhigen Überfahrt kamen wir schließlich im letzten Tageslicht in Gavrio auf Andros an.
1. Inseltag
Heute beginnt der eigentliche Inselaufenthalt, und wir wurden täglich über die Erlebnisse informiert. Zunächst jedoch durften wir den Margaritenbusch an der Unterkunft bewundern, der schon im vorigen Jahr üppig blühte.

Doch nun zum Tagesbericht:
Natürlich haben wir uns am ersten Androstag zunächst einmal einen Überblick an den Futterstellen verschafft. Das Wetter wechselte von Sonne zu kräftigen Regenschauern zu Hagel und wieder zurück zu Sonne. Letztere leider zu selten. Sturmböen und 13 Grad erinnerten uns erneut an den letzten Besuch auf Andros.
Aber zurück zu den Katzen. Egal, wie die Wetterkapriolen aussehen, sie sind hungrig. An der Futterstelle beim Supermarkt haben wir nur kurz geschaut, da wir von Sabine und Herrmann wussten, dass dort die Pächter die wenigen Katzen versorgen. Trotzdem hatte Vina einen großen Appetit auf unsere Leckereien.

An der größeren Futterstelle 1 ging es dafür erheblich lebhafter zur Sache. Morgens waren sicher 8 bis 10 und abends sogar 15 Katzen anwesend. Diese Futterstelle wird von A. und einer Freundin versorgt. Trockenfutter war reichlich vorhanden, aber unsere blauen Dosen gingen weg wie die berühmten warmen Semmeln.
Eine unkastrierte Katze, über die noch berichtet werden wird.

Merle nutzt den Unterstand, in dem das Futter gut geschützt ist.

Bei einem Abstecher an Futterstelle 2 zeigte sich nur Gin.
Sobald es das Wetter ermöglichte, haben wir noch eine Fahrt nach Chora, die Inselhauptstadt, und einen Bummel durch die hübschen Gassen unternommen.
Am Denkmal des unbekannten Seemanns waren die Sturmböen so stark, dass man sich kaum auf den Beinen halten konnte. Da verzieht man sich natürlich am liebsten in das nächste Café.

In Chora haben wir wiederum zufriedene und entspannte Katzen angetroffen.
Der dortige Kultur- und Nachbarschaftsverein hat eine kleine Futterstelle eingerichtet. Auf dem Schild steht: „Futter für Streunerkatzen. Streunende Tiere brauchen unsere Liebe und Fürsorge.“ Und der Hinweis: „Achtung! Aus Gründen der Sauberkeit nur Trockenfutter.“


Die Wetterprognose sieht im Übrigen recht gut aus, so dass wir die Hoffnung auf ein paar wärmere Tage nicht aufgeben.
2. Inseltag
Damit unsere Reisenden morgens nicht allzu säumig sind und sich ein wenig beeilen, auf dass unsere Androskatzen nicht so lange auf ihr Frühstück warten müssen, sind die Katzen am Ferienhaus als dezente Mahnung schon zeitig zur Stelle.

Daher kann Alfred auch gleich weiter berichten:
Zweiter Tag auf Andros, wenn ich die Ankunft am Samstagabend nicht mitzähle.

Der Vormittag gehörte wieder komplett unseren Katzen.
Der verschmuste Kirian, der alles genau inspiziert.


Neben der üblichen Fütterung schafften wir heute als erstes, Lars-Ole einzufangen. Eine griechische Freundin und Helferin hatte uns von Problemen mit seinen Ohren berichtet. Der Grauling bekam also ein Sonderticket nach Chora zu unserer Tierärztin und wurde dort recht schnell behandelt. Nach kurzer Wartezeit ging es gleich wieder zurück zu seiner Futterstelle. Der Süße nahm uns die Fahrzeit auch gar nicht übel und holte sein zweites Frühstück nach.
An der Futterstelle hatten wir dann tatsächlich noch das Glück der Tüchtigen und konnten die schwarz-weiße Katze, die am ersten Inseltag bereits Erwähnung fand, in die Box bekommen. Immer wieder überraschend, was diese kleine Katze für lautstarke Unmutsäußerungen abzugeben vermochte. Kurz darauf wieder in Chora angekommen; den Weg kannten wir mittlerweile schon auswendig. Und bei der Tierärztin waren wir uns sicher, dass es für die süße Maus nach der Kastration ein besseres Leben geben wird. Sie heißt nun Eulalia.
Am Nachmittag konnten wir dann doch einmal ein wenig die Gelenke und Sehnen in Bewegung setzen. Ein kleiner Spaziergang zu einer hoch im Berg liegenden Kapelle, die unser ausgewähltes Ziel war. Wunderschöne Aussichten, die alten, ökologisch so wertvollen Trockensteinmauern und leider – das soll auch nicht verschwiegen werden – alte Autowracks auf den Weiden waren unsere Begleitung.
Der Abend wurde dann natürlich wieder mit dem üblichen Dinner an den Futterstellen abgeschlossen. Kirian hat uns mit seinem Charme in den Bann gezogen.

3. Inseltag
Heute früh hatten wir an der Futterstelle 1 wieder Fängerglück. Gestern war uns ein großer schwarz-weißer Kater aufgefallen, der uns bisher unbekannt war. Potent, aber sehr verschnupft. Deshalb hatten wir schon gestern Abend gehofft, ihn heute einzufangen und mit zur Tierärztin zu nehmen. Tatsächlich war er heute Morgen noch an der Futterstelle und wartete sehnsüchtig auf sein erstes Frühstück. Nun ja, der Hunger wurde nur zur Hälfte gestillt, da er das Ticket nach Chora bekam. Er war wider Erwarten gut und schnell in die Box zu bekommen.

In Chora angekommen, haben wir dann Groß Schwarz-Weiß dagelassen und Klein Schwarz-Weiß, also Eulalia, wieder mitgenommen. Die Kleine war nach der Kastration noch zur Beobachtung bei der Tierärztin geblieben. An der Futterstelle war Eulalia blitzschnell im hohen Gras verschwunden.
An der Futterstelle fanden sich außerdem Arabella, Merle und Günni ein:
Außerdem ein uns unbekannter, aber vermutlich über das Gemeindeprogramm kastrierter Kater.

Was macht man nun mit dem angefangenen Tag, den wir quasi fakultativ in freier Verfügung genießen konnten? Die Idee: eine komplette Inseldurchquerung, allerdings mit 4 Rädern und nicht per pedes.
Also auf nach Batsi und von dort über Arni und Vourkoti wieder an die Ostküste nach Chora. Das hat sich dann bei dem wunderbaren Wetter als tolle Alternative zu einem Strandaufenthalt herausgestellt.
Sehr sehenswerte Landschaften mit viel grünem Baumbewuchs und eine Serpentinentour bis hinauf zum höchsten Berg auf Andros, der eine Höhe von fast 1.000 Metern erreicht. Die Straße führt nur knapp unterhalb vorbei und man hat sowohl die Ost- als auch die Westküste als wunderschöne Aussichtspunkte im Blick. Das Wort Idylle muss griechischen Ursprung haben. (Anm. d. Red.: ja, hat es – von altgriechisch eidýllion, ursprünglich „Bildchen“, dann „kleines Gedicht“.)
Wieder unten in Chora angekommen, konnten wir bei herrlichem Sonnenschein die Strandpromenade genießen. Aber die nächsten Tage werden sicher wieder spannend rund um unsere Katzen.
4. Inseltag
Wie viele Tage sind wir jetzt hier? Was ist heute für ein Tag? Was wir definitiv wissen: am 11. Mai müssen wir die Fähre nehmen. Wir sind gedanklich und physisch so sehr mit der Versorgung unserer Katzen beschäftigt, dass wir das Zeitgefühl verloren haben.
Unser Spielraum wird leider zusätzlich eingeengt. Die Tierärztin ist am Freitag unterwegs, und am Wochenende hat die Praxis ebenfalls geschlossen.
Ein Lichtblick: unsere Vermieterin hatte uns gebeten, eine ihrer Katzen zur Kastration mitzunehmen. Riri, so heißt die Kleine, hat uns schon die ganze Zeit immer durch das Fenster beobachtet und auf Leckereien gehofft.
Sie sowie Marios und Sousourada, zwei Katzen unseres Freundes S., die ein Antibiotikum brauchen, haben wir zur Tierärztin gebracht.
Während der Wartezeit hatten wir die Möglichkeit, eine kurze Pause am schönen Strand von Chora einzulegen. Der zurzeit wenig besuchte Sandstrand beeindruckt mit einer sehr schönen Aussicht auf die Stadt und den berühmten Leuchtturm von Andros.
Die beiden Katzen von S. hatten nachmittags dann wieder einen schönen Platz im Kofferraum unseres Fahrzeuges erobert.

S. hat uns natürlich wieder sehr herzlich begrüßt und zu einem griechischen Kaffee eingeladen. Die Zeit vergeht dann bei nettem Geplauder sehr schnell.
Koko und Marie ließen sich auch blicken.

Schon fast im Dunkeln haben wir die Fütterungsrunde abgehalten. An der Futterstelle 2 konnten wir wieder Gin erblicken. Wie man sieht, geht es ihm ausgezeichnet.
An der Futterstelle 1 war wie immer reger Betrieb. Auch M., die Bekannte unserer Freundin A., war mit einer großen Portion Trockenfutter und frischem Wasser zugegen.
Auf der Heimfahrt waren wir schon gedanklich mit den nächsten Tagen und Aktionen beschäftigt. Wir werden sehen, wie wir das trotz der geschlossenen Tierarztpraxis hinbekommen.
5. Inseltag
Heute Morgen gab es ein freudiges Wiedersehen mit A. Wir hatten gestern telefoniert und verabredet, dass sie uns zwei Katzen mitbringt, die wir dann zur Tierärztin transportieren. Die eine Katze ist unsere Reisekatze Leia, die vor der Ausreise nochmals medizinisch durchgecheckt werden soll. (Anm. d. Red.: Über die Reisekatzen berichten wir wie immer detailliert am Schluss des Reisetagebuchs.)
Die zweite Katze lebt bei A. im Garten, ist ein Kater namens Angelos, der einen großen Abszess hat und gleich auch noch kastriert werden soll. Wir haben die beiden dann an A.s Büro abgeholt. Sie arbeitet an einem Projekt, das die Restaurierung der für Andros so wichtigen, markanten und ökologisch wertvollen Terrassen vorsieht.

Nach der Abgabe der Katzen bei der Tierärztin hatten wir dann etwas Zeit für einen stärkenden Imbiss, ehe es dann am Nachmittag wieder einmal zurück in die Inselhauptstadt ging.
Alleine der Fahrtaufwand ist zeitlich gesehen schon recht beträchtlich. Egal, ob man von Batsi im Nordwesten oder wie wir jetzt aus dem Südosten zur Tierärztin in Chora fährt – man muss durch die kurvenreiche und bergige Strecke mindestens jeweils 45 Minuten rechnen. Der größtenteils schlechte Asphaltbelag tut sein Übriges hinzu.
Am späten Nachmittag waren wir dann wieder an A.s Büro angekommen und konnten ihr beide Fellnasen übergeben. Leia darf dann noch bis Montag, dem Tag unserer Abreise, bei ihr bleiben.
Bei der abendlichen Fütterungsrunde wurden wir schon sehnsüchtig erwartet. Es ist immer interessant, wie unterschiedlich die Katzen reagieren. Manche kommen nicht näher als zwanzig Meter, andere wiederum sind extrem menschenbezogen und klettern auf einem herum. Da blutet einem schon das Herz, diese tollen Katzenpersönlichkeiten dort lassen zu müssen.

Ingrid mit dem charmanten Kirian.

Lars-Ole neben einer uns unbekannten Katze.

Arabella

Der stattliche, über das Gemeindeprogramm kastrierte Kater.


Mit zwei Inselbildern beschließen wir den heutigen Tag.
6. Inseltag
Morgens sind nie so viele Katzen an der Futterstelle wie abends. Vermutlich sind einige noch satt und zufrieden von der abendlichen Mahlzeit. Schade, dass die Tierärztin heute geschlossen hat. So hätten wir vielleicht doch die eine oder andere Jungkatze zur Kastration einfangen können.
Immerhin konnten wir durch die freie Zeit das Kloster Panachrantos besichtigen. Wir standen bei unserer letzten Reise im April 2025 vor verschlossener Tür, hatten aber dieses Mal Glück. Das Kloster ist ein „must see“!
Die Lage hoch oben in den Bergen mit traumhafter Aussicht, das Gebäudeensemble, das an eine mittelalterliche Burg erinnert, die unvorstellbar reichhaltige Innenausstattung – ich würde sofort 3 Michelinsterne für den Reiseführer vergeben! Die Besichtigung war sehr beeindruckend.
Für den Nachmittag hatten wir uns mit unseren griechischen Freundinnen H. und I. verabredet. Da bis zum Treffen noch etwas Zeit war, konnten wir gemütlich durch Batsi an der Westküste streifen. Jetzt in der Nebensaison noch ohne Trubel, aber mit gesalzenen Preisen, die an Hotspots wie beispielsweise Capri erinnern.
Eine Androsschönheit, aber keine von unseren – erfreulicherweise auch kastriert, wie man am Ohr sehen kann.

Mit unseren Freundinnen und unermüdlichen Tierschützerinnen gab es ein sehr herzliches Wiedersehen. Wir durften natürlich auf ihrer abendlichen Fütterungsrunde dabei sein und konnten uns wieder einmal von dem guten Zustand der betreuten Katzen überzeugen. Es ist schon sehr erstaunlich und beeindruckend, was die beiden in ihrer wenigen freien Zeit leisten!
Hier nun die Bildersammlung dieses Besuchs, wie immer mit einigen Such- und Wimmelbildern garniert:
Ganz links Nely, vorn Xenia, dahinter sitzt Naira, Peny hinter ihr und ganz rechts noch Brianna.

Das erste Suchbild: wer findet Brianna, Danae, Gataros, Naira, Neve, Oikawa und Zampino? Letzterer blieb uns übrigens seit Dezember 2022 verborgen! Die Auflösung gibt es wie immer im zweiten Bild.
Hier Nely in voller Schönheit.

Auf diesem Foto gilt es Brianna, Danae, Kendro und Oikawa zu entdecken:
Noch ein tolles Portrait, diesmal von Noulis!

Wer entdeckt Boulitsa, Danae, die seit August 2024 ungesehene Felicitá, Oikawa, Peny und Sergie?
Kokki

Und noch ein Suchbild mit den Rückansichten von Danae, Felicitá, Nely, Neve, Oikawa, Sergie und Xenia.
Der rote Melios ganz hinten und davor Sikari.

Mittig nochmals Melios.

Ginny, seit September 2023 nicht mehr vor die Kamera gelaufen.

Die Tigerkatze links ist unsere Galene, dahinter steht Luzie.

H. und I. haben wieder einmal ein Kitten aufgesammelt, das nun in sicheren Händen ist:
Mit der Dunkelheit waren wir zurück und konnten erst dann unsere Katzen mit der Abendmahlzeit versorgen.

7. Inseltag
Samstag auf Andros. Die Tierarztpraxis ist heute ebenfalls geschlossen. Und so beschränkt sich unsere kätzische Fürsorge auf die übliche Mahlzeitenroutine.
Egal ob morgens oder abends, die Fellnasen erscheinen im Casual Dress, und feine Essmanieren gibt es hier nicht. Gezielt wird auch mal der ein oder andere Nachbar weggeschubst oder angeblafft. Insgesamt kriegt aber jeder seine ordentliche Portion ab.
Sogar die kleine Eulalia haut tüchtig rein, und das sehen wir sehr gerne, da uns die Tierärztin noch mit auf den Weg gegeben hat, dass die Kleine dringend Futter benötigt. Die Wunde sieht gut verheilt aus und macht uns keine Sorgen.

Im Ort selbst lässt es sich auch die eine oder andere Katze gut gehen.


Ausgeschlafen!

Durch die freie Zeit konnten wir heute eine Wanderung unternehmen. Unser Cottage liegt günstig oben in Piso Meria, und von dort sind es „nur“ 200 Stufen bis zum Einstieg in die ausgesuchte Route 4/TR1.
Die Rundwanderung führt über bunt blühende Blumenwiesen zu einem Kloster und von dort am Felsabhang entlang in weitem Bogen zurück. Die Aussichten auf West- und Ostküste, auf die Nachbarinsel Tinos und das Ägäische Meer sind traumhaft. Das Summen der Insekten und das Blöken der Schafe und Ziegen gaben eine stimmungsvolle Begleitmusik.
Eine Sandotter:

Neun Kilometer und vier Stunden später war dann wieder unser gemütliches, schattiges Cottage erreicht, das zum Glück auch einen Kühlschrank mit einem auf uns wartenden Erfrischungsgetränk bereithält.
8. Inseltag
Sonntag und letzter vollständiger Tag für uns auf Andros. Die traditionellen Fütterungsrunden morgens und abends sind natürlich immer die Gelegenheiten, um altbekannte Gesichter wiederzusehen. Die Freude ist dann groß, wenn man welche entdeckt.
Umgekehrt fragt man sich: Was ist mit den anderen geschehen? Das stimmt natürlich traurig. Nicht gesehen haben wir beispielsweise Miss Meier. Sie war ja noch vor ein paar Wochen von Sabine und Herrmann betreut worden. Auch unsere Nachfrage beim Supermarkt und auch bei unserem Freund S. brachten kein Ergebnis. Fitz, der zutrauliche schwarz-weiße Kater von Futterstelle 1 und auch der süße schwarze Schmusekater vom Restaurant waren nicht mehr aufzufinden. Manche gehen, manche kommen und bleiben. Das sind die beiden Seiten der nicht einfachen Geschichte.
Wir hatten heute noch etwas touristischen Freiraum, den wir für einen kurzen Ausflug zum Strand Tis Grias To Pidima bei Ormos Korthiou genutzt haben. Letztes Jahr waren wir dort noch bei heftigen Sturmböen und Regenschauern unterwegs. Heute dagegen wunderbarer Sonnenschein und ein menschenleerer Strand. Der im Meer stehende Felsturm ist recht beeindruckend und so etwas wie das Wahrzeichen des Ortes.
Die Rückreise
Die Tage auf Andros gingen wie im Fluge vorbei. Alfred und Ingrid setzen heute mit der Fähre auf das Festland über, fliegen morgen zurück nach Deutschland und haben dementsprechend einiges zu organisieren. Daher übernehmen wir ab jetzt wieder die Berichterstattung.
Noch ein letzter Blick aufs Mittelmeer…

… und eine Frühstücksrunde an der Futterstelle, an der Günni und Merle bereits warten.
Für S. haben die Reisenden noch ein Abschiedsgeschenk. Sie kauften eine Ersatztransportbox für alle Fälle, die sie aber nun doch nicht benötigen und die nun bei S. gute Dienste leisten wird. Bei S. zeigen sich Koko, Katsarida und Sousourada, die kürzlich bei der Tierärztin behandelt wurde.

Doch nun müssen sich Alfred und Ingrid auf den Weg zur Fähre begeben, jedoch nicht allein, sondern mit zwei Reisekatzen im Gepäck. Das ist zum einen Leia, und zum anderen bekam Kater Arkoudos ein Reiseticket.
Die Fähre legt pünktlich ab, wie die Daheimgebliebenen auch sehen können.
Auf der zweistündigen Überfahrt müssen die Reisekatzen nicht im lauten und stickigen Parkdeck bleiben, sondern kommen mit auf eins der Passagierdecks.
Da der Flug erst am nächsten Tag geht, werden Leia und Arkoudos in Rafina von unserer Athener Freundin A. abgeholt, bei der die beiden die Nacht verbringen werden.
Normalerweise hilft A. dann auch am Flughafen, doch diesmal kann sie arbeitsbedingt nicht dabei sein. Aber sie wird von einer Bekannten vertreten, die in ihrem Athener Stadtviertel ebenfalls im Tierschutz aktiv ist. Wir kennen sie seit vergangenem Jahr, als sie dabei half, den kleinen Labros zu retten.
Nach einigen Diskussionen mit den Angestellten am Check-in, aus denen wir für künftige Reisen wieder etwas lernten, bekamen die Boxen ihre Aufkleber und Banderolen, wurden der Sicherheitskontrolle unterzogen, und Leia und Arkoudos kamen wie Alfred und Ingrid auch pünktlich und wohlbehalten in Düsseldorf an.
Es folgte noch eine kleine Fahrkette von Düsseldorf nach Berlin, bei der sich Jörg auf ungefähr halber Strecke mit Vereinsmitglied Jenni traf (und vorher Data und Scotty in ihr neues Zuhause brachte), dann konnten Leia und Arkoudos sich endlich die Beine auf ihrer jeweiligen Pflegestelle vertreten.
Damit ging nun auch die zweite Androsreise mit vielen neuen Eindrücken zu Ende.
Reisekatze Leia
Unsere treuen Leser kennen sie schon unter dem Namen Lady. Sie wurde bereits im Februar 2022 mit einem gebrochenen Bein an unserer Futterstelle 1 aufgesammelt, in Athen operiert und dabei auch gleichzeitig kastriert. Danach lebte sie bei unserer Freundin A., heißt bei ihr Leia, stand seitdem auf der Reiseliste und bekam nun auch endlich ihre Chance auf eine schöne Zukunft in einem „richtigen“ Zuhause. (Adoptionsbewerbungen werden gern entgegengenommen!)
Ihre Geschichte haben wir in diesem Video erzählt:
Reisekater Arkoudos
Auch Arkoudos ist kein Unbekannter. Jedoch nur für uns; berichtet haben wir über ihn noch nicht.
Er tauchte im Februar diesen Jahres an der Futterstelle 1 auf – abgemagert und voller Flöhe. A. brachte ihn zur Tierärztin, um ihn wieder auf die Beine zu stellen. Im Schnelltest war er zwar FeLV-negativ, aber der FIV-Test schlug leider an.

Für eine Kastration war er damals noch zu geschwächt. Das wurde nun beim medizinischen Ausreisecheck gleich mit erledigt.
Da sein Blutbild im Februar einigermaßen in Ordnung, er aber seit einiger Zeit verschnupft war und er außerdem FIV-positiv ist, holten wir ihn jetzt nach Deutschland. Gerade noch rechtzeitig, wie wir meinen, aber das ist dann schon wieder eine andere Geschichte.
Hier am Ende des Reiseberichts aber noch ein Foto aus Arkoudos´ Androstagen, auf dem man sieht, was für ein stattlicher Kater er einmal gewesen sein muss.

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