Pflegestellen gesucht!

Unser Vereinsziel ist die Versorgung der Katzen auf Andros. Dennoch ist es manchmal erforderlich, Katzen nach Deutschland zu holen, die auf Andros keine Chance auf ein gutes Leben haben.

Diese Tiere werden dann, wenn sie bereit dafür sind, in ein neues Zuhause vermittelt. Bis dahin leben die Katzen auf Pflegestellen, einem “Zuhause auf Zeit”.

Leider sind geeignete Pflegeplätze sehr rar. Können Sie sich vorstellen, unseren Katzen bis zu deren Vermittlung ein solches Zuhause zu geben? Oder kennen sie vielleicht jemanden mit Interesse daran?

Auf dieser Seite finden Sie die Informationen darüber, wie Sie uns als Pflegestelle unterstützen können.

Warum eigentlich Pflegestellen?

Die nach Deutschland geholten Tiere müssen bis zu ihrer Vermittlung natürlich untergebracht und betreut werden. Eine Pflegestelle ist im Grunde dasselbe wie ein “normales” Zuhause. Aber Pflegestellen bieten den Katzen noch wesentlich mehr als bereits sozialisierten Haustieren! Hier erleben die ehemaligen Streuner, dass Menschen nicht nur schlecht oder bestenfalls gleichgültig sind. Sie lernen in einer Familie und mit anderen Artgenossen oder sogar anderen Tieren zu leben. Sie erfahren zum ersten Mal, wie es ist, nicht täglich um Futter und Schutz kämpfen zu müssen und dass Krankheiten kein endloses Leid mehr bedeuten. Die Pflegefamilien lernen ihre Katzen intensiv kennen und können dadurch für die nachfolgende Vermittlung wichtige Hinweise geben. Pflegestellen leisten somit eine sehr wertvolle Arbeit, indem sie die Katzen auf ein glückliches Leben in ihrem endgültigen Zuhause vorbereiten.

Kann ich das überhaupt?

Pflegestelle zu sein, heißt Verantwortung zu übernehmen. Sie legen den Grundstein für eine glückliche Zukunft der Pflegekatzen. Das kann je nach Vermittlungssituation mehrere Wochen oder Monate dauern. Oftmals benötigen die Pfleglinge medizinische Versorgung. Selbstverständlich werden Sie dabei von unserem Verein finanziell und beratend unterstützt. Pflegestelle zu sein, heißt aber auch, viele schöne Momente zu erleben. Dann, wenn die vielleicht scheue Katze sich nicht mehr versteckt, sondern Ihre Nähe und liebevolle Zuwendung sucht. Wenn sich die Geduld gelohnt hat, die Sie aufwandten und der Streuner endlich Vertrauen fassen durfte! Wenn Sie miterleben, wie sich durch Ihre Pflege ein ewig hungriges, struppiges Fellchen in eine zufriedene Katzenschönheit verwandelt. Und Pflegestelle heißt, Abschied nehmen zu müssen, wenn Ihr Zögling zu seinen Adoptanten umzieht oder leider auch, wenn ihm sein vorheriges Streunerleben zuviel zugemutet hat und selbst beste tierärztliche Behandlung nicht mehr helfen konnte.

Sie fragen sich: “Kann ich das überhaupt?” Ja, wenn Sie bereit sind, Ihren Pflegling verantwortungsvoll so zu behandeln, als wäre er Ihr eigenes Tier. Ja, wenn Sie nach einer schönen, aber möglicherweise auch anstrengenden Zeit bereit sind, loszulassen. Und ja, wenn Sie darin die Chance für die nächste traurige Seele sehen, die nach einem Platz zum Aufblühen sucht.

Unter welchen Voraussetzungen können Sie Pflegestelle werden?

Aus vereinsorganisatorischen Gründen wären Pflegestellen in Dresden oder Berlin bzw. im dazugehörigen Umland optimal. Doch prinzipiell sind Pflegestellen im gesamten Bundesgebiet möglich.

Über eine behördliche Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 Tierschutzgesetz (Halten von Katzen in einem Tierheim oder in einer ähnlichen Einrichtung) dürfen Sie gern verfügen, notwendig ist sie jedoch nicht. Unser Verein besitzt diese und alle weiteren erforderlichen Erlaubnisse und Zulassungen. Die Pflegestelle kann deshalb ohne eigene Erlaubnis unter der Verantwortung des Vereins tätig sein. Voraussetzung hierfür ist, dass die jeweils für den Verein und für die Pflegestelle zuständigen Veterinärämter dem zustimmen.

Idealerweise verfügen Sie bereits über Erfahrung in Katzenhaltung mit scheuen Tieren und ehemaligen Streunern. Sie sind sich bewusst, dass Tiere bei Ihnen einziehen, die an ein häusliches Leben noch nicht gewöhnt sind und deshalb mit Stress und daraus bedingtem Verhalten reagieren können. Ihre räumlichen Möglichkeiten müssen den Anforderungen an eine tierschutzgerechte Haltung entsprechen. Die Tiere müssen für die Quarantänezeit oder andere Maßnahmen separiert werden können. Auch können Sie den Charakter der Pflegekatzen einschätzen, da wir uns mit Ihnen darüber abstimmen möchten, ob Interessenten für eine Adoption tatsächlich geeignet sind.

Die Kosten für medizinische Behandlungen trägt der Verein. Der tägliche Bedarf (Futter, Streu) wird von der Pflegestelle übernommen; in Einzelfällen kann der Verein unterstützen, wenn möglich.

Für die nachfolgende Vermittlung ist eine regelmäßige “Berichterstattung” über die verschiedensten Kanäle (Foren, Facebook, Homepage usw.) immens wichtig. Wir freuen uns daher über regelmäßige Informationen und Fotos von Ihnen. Grundsätzlich legen wir Wert auf eine offene Kommunikation, insbesondere dann, wenn Schwierigkeiten auftreten sollten.

Ich möchte Pflegestellen werden – wie geht´s weiter?

Wenn Sie Pflegestelle werden möchten, kontaktieren Sie uns einfach unter der E-Mail-Adresse vorstand[at]cats-at-andros.de. Wir melden uns dann bei Ihnen für ein erstes selbstverständlich unverbindliches Gespräch, um die Details und weitergehende Fragen zu klären.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Unterstützung!

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