Dezember 2018 – Jahresende, aber keine Pause

06.12.2018

Wer morgen früh die Boulevardpresse aufschlägt, könnte folgende Schlagzeile lesen:

HAMSTERKÄUFE IN GRIECHENLAND!
Deutsche Touristin kauft Lidl-Märkte in Athen leer!

Man kann sich denken, wer das war – hier Bilder nach Maries Ankunft, bevor es nach Andros weitergeht.


07.12.2018

Marie hat die drei Minis, die im September beim Müllplatz ausgesetzt worden sind, gestern von ihrer Zwischenpflegestelle in Athen abgeholt. Sie reisen mit nach Berlin. Ein paar Baustellen haben sie auch im Gepäck, hoffentlich erholen sie sich erholen gut. Das vierte im Bunde, Miko, verstarb ja leider im November.

Direkt nach der Ankunft hat Marie wie immer die Katzen von Futterstelle 1 besucht. Die Wiedersehensfreude war groß, auf beiden Seiten. Gali und Melina haben sie schon auf dem Weg dorthin begrüßt. Die alteingesessenen Katzen sehen sehr gut aus. Aber es gibt auch eine Reihe von Neuzugängen, die medizinisch behandelt werden müssen – und vor allem auch kastriert.

Auch die Katzen an Futterstelle 2 wurden besucht, sie sehen gut aus.

Einen kleinen weiblichen Neuzugang hat Marie direkt eingetütet, sie kommt heute noch für eine Kastration zur Tierärztin.

Im Sommer wurden von dieser privaten Futterstelle bereits die beiden Mutterkatzen kastriert. Nun sind auch die beiden inzwischen 8 Monate alten Kitten dran.

Und ein Besuch bei der nächsten Futterstelle – ebenfalls an einem Müllplatz gelegen. Hier wurden vor einigen Wochen Katzen vergiftet, so dass gerade nur fünf regelmäßig zu sehen sind – davon zwei noch unkastrierte Neuzugänge, die Marie an diesem Tag auch noch fangen konnte, um sie morgen zur Tierärztin zu bringen.

Bella, der erste Neuzugang an dieser Futterstelle.

Die zweite Neue heißt jetzt Hope.

Den Alteingesessenen steht das regelmäßige Futter gut zu Gesicht.

Zwei weitere Katzen konnten heute von einer weiteren privaten Futterstelle kastriert werden. Sie werden von den dort wohnenden Menschen gefüttert und von unserem Inselkatzenprojekt aus kastriert.


08.12.2018

Für den Überblick: Heute werden diese sechs Katzen kastriert – das kleine Schwarze rechts in der Gruppe ist heute morgen noch in die Falle gegangen.


09.12.2018

Zum Winter hin bekommt Futterstelle 1 wieder starken Zulauf. 27 Katzen halten sich dort nun regelmäßig auf. Die Fotos zeigen sie alle – Melina, Aliki, Robin, Nansi, Gali, Sunny,… Und natürlich alle Neuzugänge. Nur der Tiger mit der weißen Schwanzspitze hat sich nicht ablichten lassen wollen.

Aliki und der rot-weiße Kater, beide alteingesessen.

Kitten aus diesem Jahr – beide ausgesetzt oder zugelaufen und neu an der Futterstelle.

Ihm täte ein Dach über dem Kopf gut, leider ist er kein leicht handhabbarer Kandidat, und die Pflegeplätze in Deutschland sind auch komplett ausgebucht.

Nansi lässt es sich in der Sonne gutgehen.

Gali sinniert über das letzte Mahl.

Er ist ganz neu und offensichtlich Versorgung durch Menschen gewohnt.

Robin putzt sich in der Sonne und freut sich, dass er die Parasiten fürs Erste wieder los ist.

Mit diesem Kater verbindet Marie eine lange Geschichte. Sie freut mich immer, ihn zu sehen, obwohl er ein ziemlicher Bully ist. Seit dieser Reise trägt er den Namen “Wasilios”.

Sieht aus wie Sunny, ist aber ein Kater und ein Neuzugang.

Noch ein Neuzugang – Mini-Schildpatt, scheu, ein verletztes Auge. Marie versucht, sie zur Behandlung mit der Falle zu fangen.

Zwei Neuzugänge – weiblich, unkastriert, scheu.

Er hat sich mittlerweile an der Futterstelle etabliert, ist aber ein ziemlicher Streithahn.

Kater mit Fold-Ohren, der schwer unter Parasitenbefall leidet – leider scheu. Ma schauen, ob man ihm noch ein Spot on andrehen kann.

Roxy hat die Kastration gut weggesteckt (und sich hier gerade ordentlich mit Nassfutter bekleckert).

Sonntag ist der Tag, an dem nicht kastriert wird und daher traditionell der Tag der Parasitenbekämpfung. Die Katzen haben Flöhe, Milben und Würmer, denen zu Leibe gerückt wird. Rund 50 Katzen wurden gestern behandelt – damit der kleine “Nummer 13” (Arbeitstitel) sich nicht mehr so sehr kratzen muss wie auf dem Foto.


10.12.2018

Die Kastra-Kandidatinnen und -kandidaten von Freitag sind wieder an ihren jeweiligen Futterstellen. Sie können nun sorgenfreier in die Zukunft gehen.

Endlich wieder Zuhause!

Ein erster Rundgang.

Futtern mit den schon kastrierten Mutterkatzen.

Bella und Freundin fühlen sich auch direkt wieder heimisch, was es leichter macht, sie wieder rauszusetzen. Beide ehemals scheuen Katzen sind nach einer Nacht im Haus zu Schmusetigern geworden.

Drei Katzen sind heute zur Kastra bei der Tierärztin. Zwei sind auf den Bildern zu sehen. Von Nr. 3 gibt es noch kein Foto, das wird noch nachgeholt. Das Fangen war gestern Abend und heute nicht leicht, das Wetter windig und regnerisch und die Katzen nervös. Insofern kann Marie mit dem Ergebnis recht zufrieden sein. Der hübsche Kerl im Käfig hat sich als Kater rausgestellt, ist nun auch kastriert und bereits wieder ausgenüchtert. Auf dem Bild möchte er übrigens geschmust werden.

Die kleine Maus ist der Fangerfolg von heute Abend. Sie ist neu an der Futterstelle und das rechte Auge muss dringend behandelt werden. Da sie noch sehr scheu ist, ist Marie froh, dass sie überhaupt gefangen werden konnte.

Die drei Minis vom September sind nun endlich alt genug und kommen mit nach Deutschland zur Vermittlung! Deshalb haben sie nun auch Namen erhalten: Neelix, Amara und Linus.


11.12.2018

Alle drei Minis sind negativ auf FIV und FeLV getestet worden!


12.12.2018

Hier werden noch Bilder von zwei Kastra-Katzen nachgeliefert. Die weiße ist eine Kätzin. Und diesmal war auch Wasilios dran.

Diese drei Glückskekse sind auf Andros auf einer Zwischenpflegestelle untergekommen. Sie alle haben starken Katzenschnupfen und das kleine Bunte hat zusätzlich ein bereits lädiertes Auge, das leider entfernt werden muss.


13.12.2018

Ein Reiserückblick und der aktuelle Status der 3 Minis:

  • 12 Katzen sind kastriert worden, 9 weibliche und 3 männliche.
  • Rund 50 Katzen wurden gegen Parasiten behandelt.
  • Ganze 9 Paletten Nassfutter (180 Dosen) gingen in 5 Tagen zusammen mit ein paar Kilo Trockenfutter über die Theke.

Hier nochmal im Überblick die kastrierten Katzen:

Die Minis sind heute Mittag ebenfalls in Berlin gelandet und leben sich nun vorerst aus Quarantänegründen im Bad ein. Sie haben die Reise entspannt mitgemacht und sich bereits durch die ersten 400 g Schonkost gearbeitet. Die Kastrationen waren eigentlich noch in Athen vorgesehen, die Minis waren und sind aber gesundheitlich zu sehr angeschlagen, daher findet das später hier in Deutschland statt – zum doppelten Preis zwar, aber gesundheitlich nicht anders machbar. Alle drei haben Katzenschnupfen und hatten wässrigen Durchfall, dazu Erbrechen und Appetitlosigkeit. Marie hat das in der letzten Woche soweit in den Griff bekommen, dass sie sind aus dem lebensbedrohlichen Bereich raus. Aber es war bei Neelix und Amari zeitweise ziemlich knapp. Marie gerade kämpft zusätzlich darum, dass Amari ihr linkes Auge nicht verliert. Sie ist inzwischen recht zuversichtlich, aber die negative Entwicklung kam so extrem heftig und schnell über Nacht innerhalb von wenigen Stunden, dass die Inseltierärztin und Marie Sorge hatten, dass die Medikamente nicht schnell genug dagegen ankommen würden. Und Neelix hat sich als Mädchen herausgestellt. Soll sie nun Neelixa heißen?

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